Collect moments, not things!

collectMich interessiert, wie Menschen woanders leben. Sie kommen teilweise mit viel weniger Dingen zurecht als wir und sind wahrscheinlich glücklicher damit. Man braucht eigentlich nicht viel zum leben. Das wurde mir klar als ich vor gut einem ¾ Jahr mit meinem Freund zusammen gezogen bin. Er war entsetzt über die vielen Sachen, die sich in meinem WG-Zimmer angesammelt haben. Ich war schockiert, es konnte doch garnicht so viel sein, schließlich habe ich ja keinen Messi-Tick. Aber die Wahrheit ist, es war wirklich wahnsinnig viel!

Ich habe angefangen, den Kram zu sortieren. Mir fiel ein Zitat aus dem Film „Fight Club“ ein: „Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich.“ Und es ist wahr. Es belastet einen. Dieser unnötige Kram, der irgendwo im Keller oder auf dem Dachboden liegt, macht dir ein schlechtes Gewissen. Unbewusst ist es immer in deinen Gedanken. Befreie dich davon!

Meine Freundin Tina hatte den guten Rat für mich, jeden Tag 10(!!!) Dinge wegzuwerfen, die ich nicht mehr brauche. Simplify your life. Ich habe jetzt damit angefangen und es fühlt sich großartig an. Allerdings kann ich mich nicht von allem trennen, meine Bücher zum Beispiel könnte ich niemals weggeben. Ich weiß, man kann sich e-books runterladen, aber ich hänge einfach daran. Ansonsten bringt das sammeln von Kram nichts, außer dein Leben komplizierter zu machen und dir Energie zu rauben.

“Von dem Geld, das wir nicht haben, kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die wir nicht mögen.”

Ratgeber Entrümpeln: Mach dein Leben einfacher

  1. Aussortieren (Die Drei-Kisten-Methode)

Ich weiß, es fällt nicht immer leicht, sich von geliebten Dingen zu trennen. Aber liebst du diese Dinge wirklich, oder ist das nur Gewohnheit und das haben wollen.

Die Drei-Kisten-Methode habe ich von meiner Tante, die auch regelmäßig Sachen aussortiert. In Kiste 1 kommt das, was du aufheben willst. In Kiste 2 kommen Dinge, die vielleicht noch einen Wert haben oder gebraucht werden können. In Kiste 3 kommt alles, was überflüssig ist. Du wirst dich wundern, wie wenig nur in der ersten Kiste landet. Diesen Vorgang kannst du alle paar Monate wiederholen und du wirst sehen, wieviel überflüssigen Kram du eigentlich hast. Als Faustregel gilt: Was ich ein Jahr lang nicht einmal in der Hand hatte, brauche ich auch nicht!

  1. Vergiss den Kaufpreis!

Das ist ein Punkt, der mir persönlich auch sehr schwer fällt, denn ich hasse es, etwas wegzuwerfen was mal viel Geld gekostet hat. In diesem Fall muss man sich über den persönlichen Wert klar werden. Wenn man es nur aufheben will, weil es mal viel gekostet hat aber es nicht mehr braucht, dann ist es besser loszulassen. Es nutzt nichts etwas unbenutzt im Schrank liegen zu lassen.

Damit so etwas nicht allzu häufig vorkommt, sollte man bei jeder Anschaffung überlegen, lieber etwas mehr für ein langlebigeres Produkt auszugeben, was man dafür jahrelang behält. Es kommt auch darauf an wie oft man etwas nutzt, braucht man es oft sollte man lieber etwas mehr in eine bessere Qualität investieren. Das gilt für Einrichtungsgegenstände genauso wie Reiseartikel.

  1. Verkaufe, was du nicht mehr brauchst

Beim aussortieren ist vermutlich einiges in deiner zweiten Kiste gelandet. Und einiges davon hat bestimmt auch mal viel Geld gekostet. Es gibt viele Plattformen, um diese Dinge zu verkaufen, wie z.B. ebay Kleinanzeigen, das schwarze Brett im Supermarkt oder der Uni, momox um Bücher zu verkaufen. Das hat viele Vorteile: anstatt etwas wegzuwerfen bekommt es jemand, der vielleicht genau so etwas gesucht hat. Es ist gut wegen der Nachhaltigkeit, denn je länger etwas genutzt wird, desto mehr hat sich seine Herstellung auch gelohnt. Und ein Riesen-Vorteil: du füllst damit deine Reise-Kasse!

„collect moments – not things!“

  1. Spende oder verschenke, was du nicht mehr brauchst

Es ist zwar nicht so gut für deinen Geldbeutel, aber dafür für dein Gewissen. Jeder vor uns war vermutlich schon einmal in der Situation, nicht viel Geld zu haben, z.B. um die erste eigene Wohnung auszustatten oder weil es gerade beruflich nicht so gut läuft. Die Leute, die uns damals geholfen haben, werden wir nie vergessen. Gib etwas zurück, indem du Kleider, die du nicht mehr trägst, bei der Kleiderkammer spendest oder bring altes Geschirr zu Wohltätigkeits- oder Flüchtlingsinitiativen.

Das Thema „Simplify“ ist mir wirklich sehr wichtig und ich werde demnächst nochmal ausführlicher darauf eingehen. Bis dahin, viel Spaß beim entrümpeln! 😉

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