Umbau Schlafzimmer

Der letzte Blogbeitrag ist jetzt wirklich eine Ewigkeit her und das tut mir leid. Der Umbau war anstrengend und wir mussten erstmal unsere Akkus wieder aufladen. Dafür möchte ich euch aber jetzt endlich ein paar Bilder vom Schlafzimmer zeigen. Es ist noch nicht fertig eingerichtet, darum zeige ich das Endergebnis erst später. Aber ein paar Einblicke in den Umbau kann ich euch schon geben.

Das Schlafzimmer war eigentlich der Raum, in dem wir am wenigsten machen wollten. WOLLTEN. Der Aufwand war zwar nicht ganz so hoch wie in unserem offenen Wohnbereich im Erdgeschoss, aber schon ein ganzes Stück höher als eingeplant.

Eigentlich war nämlich der Plan, die alte Decken- und Schrägenverkleidung aus Holz abreißen und einfach neu mit Gipskarton verkleiden. Wände von Rauhfaser-Tapeten befreien, ein bisschen glatt machen und streichen. Boden sollte drin bleiben. Fertig.

Nachdem wir die Holzverkleidung entfernt hatten, fiel uns aber auf, dass die Isolierung bzw. die Dampfsperre nicht ordentlich eingebaut waren. Soll heißen, da waren Lücken in der Isolierung zum Dach und die Dampfsperre war lose! Sie war also überflüssig, denn damit sie was bringt, muss jeder noch so kleine Spalt verklebt werden. Wir haben uns also entschlossen, das auch noch „eben schnell“ zu machen, denn es wäre ja Quatsch gewesen, wenn nicht! Schließlich war das jetzt alles schonmal offen.

 

Bei der Gelegenheit ist uns auch aufgefallen, dass das Mauerwerk im Kniestock total undicht war. Es zog wortwörtlich aus den Steckdosen! Das konnte natürlich auch auf keinen Fall so bleiben.

Wir haben also alles schön freigelegt und ich habe nebenbei noch (ganz alleine) den kompletten Raum von Rauhfaser befreit. Es war wirklich ätzend und in meinen Augen gibt es kaum etwas, was schlimmer ist als Rauhfaser entfernen. Stellenweise lief es echt gut, stellenweise war es echt ne Katastrophe. Jedenfalls hatte ich, während ich an der großen Wand oben im Bild beschäftigt war, keine Lust mehr. Im Scherz schrieb ich meinem Lieblingsmensch, ob es nicht einfacher wäre, da Gipskarton vorzumachen und gut. Witzig, war die Antwort…

Nicht ganz so witzig war dann, als ich am nächsten Tag wieder an der Wand und auf einmal übelst laute Musik aus der Nebenwohnung hörte! Hätte ich den Text gekannt, ich hätte wirklich mitsingen können, so gut war es zu verstehen!! Ich meine, das ist unser eigenes Schlafzimmer… da will ich nicht morgens oder abends laute Musik von den Nachbarn hören. Und außerdem… es ist unser Schlafzimmer… da soll man dann nebenan auch nichts hören! 😀 Jedenfalls haben wir uns dann schnell entschieden, die komplette Wand auch noch zu isolieren, es schien an den Ecken und beim Übergang zur Schräge auch zu ziehen, also machte das tatsächlich Sinn. Wir haben dann mit Aluprofilen eine Leichtbauwand direkt davor gezogen und sie mit Steinwolle gedämmt.

Am Kniestock haben wir das auch nochmal in klein gemacht. Aber wir haben dabei den Fußboden beschädigt, so dass der doch rausfliegen musste. Im Nachhinein ein großes Glück, denn wir haben uns für Teppichboden entschieden und den liebe ich!

Da wir in die Nische rechts vom Fenster einen Einbauschrank bzw Einbauregale vorgesehen hatten, wollten wir die Heizung versetzen. Und zwar sollte sie an den Kniestock und unter das Fenster. Den Kniestock haben wir darum nicht nur mit Gipskarton verkleidet, sondern dahinter auch noch mit ESB-Platten, damit man die Heizung an der Wand aufhängen kann. Die neue Isolierung besteht also, zusätzlich zum alten Mauerwerk, aus Steinwolle, Dampfsperre, ESB und Gipskarton. Wenn es dadurch noch zieht, fress ich nen Besen 😀

Der Raum wurde dann quasi vollständig mit Gipskarton verkleidet.

 

Anschließend wurde verspachtelt und geschliffen. Wir haben das in diesem Raum zum ersten Mal gemacht, und das sieht man auch! Darum erspare ich euch hier die Details. Es war wirklich eine Sch***-Arbeit, aber wir sind wirklich sehr stolz auf uns, weil wir das alles selber gemacht haben. Es ist nicht perfekt, aber es ist unseres. Jeden Quadratzentimeter haben wir selbst bearbeitet und das ist ein tolles Gefühl!!

Als der Raum dann endlich grundiert wurde, war es direkt wohnlich, aber auch viel zu weiß. Wir waren uns da beide von Anfang an einig, dass uns das so viel zu steril ist. Ich wollte ja schon immer lieber dunklere Wände haben, darum haben wir uns ein Dunkelblau ausgesucht. Es macht den Raum richtig gemütlich, finde ich. Als Bodenbelag haben wir einen hellgrauen Flauscheteppich genommen, weil diese Farbkombination einfach toll ist und sich auch durch das ganze Haus zieht. Der Flauscheteppich ist übrigens der Hammer, es ist so viel schöner als irgendwas anderes im Schlafzimmer!

Das war es erstmal zu diesem Raum. Wenn er fertig eingerichtet ist, zeig ich euch nochmal die Vorher-Nachher-Bilder. Wenn ihr Fragen zum Umbau habt, schreibt mir gerne in den Kommentaren!

Liebe Grüße, Sirka

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