Weniger ist mehr

weniger ist mehrEinen guten Einrichtungsstil macht nicht aus, besonders viele Dinge zu haben oder besonders wenige. Es gilt, genau die richtige Mischung für einen persönlich zu finden.

Der Nachteil von einem „zu vollen“ Raum ist, dass er ungemütlich und vollgestopft wirkt, obwohl eigentlich genau das vermieden werden soll. Ich meine hiermit vor allem Nippes und kleine Gegenstände, die von einem selber sehr geschätzt werden, weil man vielleicht etwas damit verbindet. Man tendiert häufig dazu, einfach alles zu sammeln und auch aufzuhängen oder hinzustellen.

Das Problem ist aber, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sprich, es sticht nichts aus der Masse heraus. Man sollte hier wirklich schauen, was ist mir aus irgendeinem Grund wichtig, worauf kann ich nicht verzichten? Und was kann ich entbehren?

Mein Tipp: Alle Gegenstände sortieren und gruppieren. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, nur Gegenstände in einer Farbgruppe hinzustellen und den Rest erst einmal im Karton auf dem Dachboden zu lassen. So kann nach und nach getauscht werden. Generell sorgt gruppieren für ein schöneres Gesamtbild, ist es dann noch farblich abgestimmt wirkt es auch viel aufgeräumter und kommt besser zur Geltung. Auch wirkt z.B. ein großes Teil (Bild/Skulptur/Vase etc.) viel besser als 100 kleine.

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Das Gegenteil hierzu sind puristische Räume. Oftmals sind hier nur die wichtigsten Möbel zu finden, ohne groß Deko oder persönliche Gegenstände. Hier muss jeder für sich selbst entscheiden, wie puristisch er leben möchte. Die Geschmäcker sind halt verschieden.

Ich persönlich lebe nach dem Motto „weniger ist mehr“, und ich versichere dir, es war ein langer Weg dorthin. Es landet immer mehr im Müll, wobei ich mich wirklich frage, warum ich manche Dinge schon so lange mit mir rumschleppe, obwohl ich einfach nichts mehr damit anfangen kann.

Ich fühle mich aber total wohl damit und werde es noch konsequenter umsetzen. In die nächste Wohnung kommt nur das allernötigste mit!

Meiner Meinung nach ist hier jedoch die Gefahr sehr groß, dass ein solcher Raum schnell steril und unpersönlich wirkt. Verstärkt wird dies häufig noch durch „kalte“ Materialien wie Fliesen oder Marmor und weiße Wände. Nicht falsch verstehen, ich bin ein Fan von weißen Wänden, aber es gilt sie richtig zu kombinieren. Im Zusammenspiel mit Naturmaterialien wirken sie gar nicht mehr so kühl, sondern hell und freundlich.

Mein Tipp: Durch Holz (Boden/Möbel) wirkt ein Raum weniger clean, sondern reduziert auf das Wesentliche und schafft eine Verbindung zur Natur. Wer puristisch lebt, möchte „fremde“ Zutaten aus seinem Leben fernhalten, was liegt da näher als vor allem auf künstliche Materialien zu verzichten? Aber Vorsicht: zu viel Holz oder zu dunkles Holz sorgen für eine gedrückte Atmosphäre.

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Gemütlicher Purismus – mein skandinavischer Einrichtungsstil

Klingt im ersten Moment widersprüchlich, gibt aber genau wieder wie ich leben möchte. Was gehört für mich alles dazu?

  • Holzboden
  • Helle Möbel
  • Helle Wände
  • Natürliche Materialien wie Holz, Kork, Steingut, Leder, Wolle
  • Bilder, die Farbakzente schaffen
  • Pflanzen

Man sollte auf auffällige Muster in Möbeln, Tapeten und Böden verzichten und darauf achten, dass der Raum nicht zu unruhig wird. Akzente können zum Beispiel durch tolle Bilder und Kissen gesetzt werden.

Fazit

Mir ist bewusst, dass die Lebensumstände dafür sorgen, dass man nicht immer die Wahl hat, seinen Besitz auf das allernötigste zu beschränken. Wer Kinder hat weiß, dass sich hier schnell unendlich viel Spielzeug und Kuscheltiere ansammeln. Und wehe, man möchte etwas aussortieren!

Wer gerne viele Gäste hat weiß nur allzu gut, dass es nicht mehr wie früher in der WG reicht, 4 verschiedene Teller und 3 Tassen zu haben. Schnell reicht das 6-teilige Service nicht mehr und für die ganzen verschiedenen Wein-, Sekt-, Bier- und Wassergläser ist auch bald kein Platz mehr im Schrank.

Hier ist es wichtig, sich der eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden. Wer viel Besuch hat, legt eher Wert auf genügend Geschirr. Wer viel auf Reisen ist, hat eher nur das nötigste an Geschirr, dafür aber mehr an Mitbringseln und Bildern. Und hat wahrscheinlich generell weniger rumstehen. Wer gerne viel liest, wird eine stetig wachsende Buchsammlung haben, die ihren Platz benötigt.

Es zählt vor allem der Fokus auf das Wesentliche. Verzichtet auf „Kleinscheiß“! J

 

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